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Mord als Improvisation

Filder-Zeitung, 27.10.2007

In der Esslinger Dieselstraße lĂ€uft die TĂ€tersuche einmal anders
Esslingen (hol). Gerechtigkeit wird nicht garantiert, dafĂŒr viel Spannung
versprochen. Am 1. November gibt es im Kulturzentrum in der Dieselstraße
erstmals einen improvisierten Krimi.
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Eines kann schon jetzt verraten werden: Das Opfer wird spÀter zum Kommissar.
Doch viel mehr wissen selbst die Schauspieler der beiden
Improvisationstheatergruppen Neckarwerke und Neckarzwerge nicht, wenn
sie sich am kommenden Donnerstag um 20 Uhr gemeinsam an ein neues Genre
heranarbeiten. Dem hoffentlich staunenden und mitfiebernden Publikum soll
nĂ€mlich ein abendfĂŒllender, improvisierter Krimi geboten werden, bei dem das
Publikum maßgeblich an der Todesursache des Opfers, an den Charakteren der
VerdÀchtigen, aber auch an der Entwicklung des Falls mitwirken kann.

Wer der Mörder ist, das weiß, wie im richtigen Leben auch, zunĂ€chst nur der
Mörder selber. Im Theaterfall wird er nicht gewalttÀtig, sondern per Los
ermittelt. Ob der Kommissar dank der Publikumshilfe den richtigen TĂ€ter
ermittelt, das kann nicht garantiert werden. Wichtiger als die AufklÀrung
selber, so betont Reinhold Karrer, der das Improvisationstheater Neckarwerke
1997 gegrĂŒndet hat, sind aber die Ermittlungen selber. Auch hier ist also der
Weg das Ziel. Auf diesem, so versichert Karrer, soll nicht nur mitgefiebert,
sondern gelegentlich auch krÀftig gelacht werden.